Wenn morgens der Schulgong an der Northeimer Oberschule läutet, haben die Schülerinnen und Schüler die erste Aufgabe bereits erledigt: Sie haben ihr Handy weggesperrt. Noch vor dem Unterrichtsbeginn müssen alle Schüler ihre Smartphones und auch Smartwatches in speziell gesicherten Hüllen verstauen. Erst nach Unterrichtsschluss gibt es die Technik wieder. Was hat es damit auf sich?
Die Schule erhofft sich dadurch mehr Konzentration bei den Schülern sowie einen bewussteren Umgang mit Medien, wie die zuständigen Lehrerinnen Beate Münker und Julia Fabian mitteilten. Weiter sollen so das Miteinander der Schülerschaft gestärkt und Stress und Konflikte durch digitale Medien vermieden werden. Mobbing sei etwa deutlich schwerer, «wenn man seinem Gegenüber dabei in die Augen sehen muss und nicht einfach irgendwas in sein Handy tippen kann», sagte Schulleiter Henning Schult dazu der «Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen». Seit Anfang Februar gilt die Regelung.