Angesichts von fehlendem Personal blickt ein Verband besorgt auf die Lage in niedersächsischen Kitas. Der akute Personalmangel führe dazu, dass Kitas die Öffnungszeiten verkürzten oder tageweise Notgruppen hätten, teilte der deutsche Kitaverband in Niedersachsen mit.
«Teilweise können neue Kitas nur teilweise oder gar nicht eröffnet werden, weil nicht genug Personal da ist, oder es können keine neuen Kinder aufgenommen werden», teilte die Geschäftsstelle des Landesverbands mit. In Niedersachsen gebe es ohnehin viel zu wenig Kitaplätze, kritisierte der Verband. «Kommt 2026 noch der Rechtsanspruch auf den Ganztag in der Grundschule hinzu, wird sich die Situation noch einmal verschärfen.»
In Niedersachsen treten vom morgigen 1. August an Änderungen in Kitas in Kraft. Hintergrund ist ein überarbeitetes Kita-Gesetz. Konkret werden nun unter anderem die Vertretungsregeln in den Kindergärten flexibler gestaltet und der Einsatz von Assistenzkräften erleichtert, wenn nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. In der Praxis könnten dadurch künftig auch fachfremde Eltern und Rentner in den Kitas mit aushelfen – dafür hatten die Kommunen geworben.