Aus Protest gegen die Wehrdienstpläne der Bundesregierung sind junge Menschen auch im Nordwesten auf die Straße gegangen. In Göttingen beteiligten sich nach Angaben eines dpa-Fotografen rund 1.000 Schülerinnen und Schüler an einem Sternmarsch, um gegen das vom Bundestag verabschiedete Wehrdienstgesetz zu demonstrieren. In Hannover, Braunschweig, Leer, Lüneburg oder Bremen wollten junge Menschen ebenfalls auf die Straße statt in die Schule gehen.
Ministerin warnte vor Schulstreiks oder Unterrichtsboykott
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg hatte angesichts der geplanten Proteste vorab vor Schulstreiks oder Unterrichtsboykott gewarnt. Das sei nicht erlaubt, der Freitag sei ein normaler Schultag, sagte die Grünen-Politikerin der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung».
Hamburg äußerte dem Bericht zufolge aber auch Verständnis für Proteste gegen die Pläne des Bundes: «Die Wiedereinführung der Wehrpflicht wäre ein massiver Einschnitt in die Lebensplanung junger Menschen», sagte sie. «Ich halte es für richtig, zunächst auf Freiwilligkeit zu setzen und Bundeswehr sowie Freiwilligendienste attraktiver zu machen.»
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten