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Niedersachsen verschiebt B1-Vorgabe für Französisch und Spanisch auf Ende Jahrgangsstufe 11

Niedersachsen verschiebt B1-Vorgabe für Französisch und Spanisch auf Ende Jahrgangsstufe 11
In Spanisch und Französisch wurden Anforderungen an die Schulkinder nach hinten verschoben. (Symbolbild) / Foto: Michael Brandt/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Nach der 10. Klasse sollten Schülerinnen und Schüler bisher Französisch und Spanisch genauso gut können wie Englisch. Warum das nun nicht mehr so ist.

Schulkinder in Niedersachsen müssen verschiedene Fremdsprachen erst später gut können. Wie jetzt bekannt wurde, müssen Schülerinnen und Schüler erst am Ende der Jahrgangsstufe 11 das Sprachniveau B1 erreicht haben, statt wie bisher zum Ende der 10. Klasse. Dabei geht es um die Sprachen Französisch und Spanisch, wie das Kultusministerium mitteilte. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtet.

Das Ministerium begründete die Entscheidung damit, dass es in der Praxis an keiner Schulform realistisch gewesen sei, nach dem Ende der 10. Klasse das Sprachniveau B1 zu erreichen. Anders als bei Englisch würden Schüler dafür zu spät mit dem Erlernen der Fremdsprachen beginnen. Zielvorgabe für das Ende der Jahrgangsstufe 10 ist nun das Sprachniveau A2 sowie in Teilen weiterhin B1. Mit dem Abitur in der 13. Klasse soll weiterhin das Niveau B2 erreicht sein.

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Was die Sprachniveaus bedeuten

Die sechs Sprachniveaus reichen von A1 bis C2 und beruhen auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. A1 beschreibt demnach die Fähigkeiten eines Anfängers, C2 entspricht nahezu denen von Muttersprachlern. A2 beschreibt Grundkenntnisse und B1 bereits eine fortgeschrittene Sprachverwendung, bei der die meisten Situationen bewältigt werden können, «denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet», wie es auf einer Internetseite zum Thema heißt.

Durch die Änderungen im Lehrplan würden die Anforderungen an den Spracherwerb «nicht reduziert, sondern zeitlich anders verteilt», hieß es aus dem Kultusministerium. Inhalte und Kompetenzen, die bislang bis Ende Jahrgang 10 vermittelt werden sollten, würden stärker in den 11. Jahrgang verlagert.

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