Das Lernen mit Künstlicher Intelligenz (KI) soll stärker an Niedersachsens Schulen verankert werden. «Wir werden mit einem ersten Lern-Chatbot in diesem Jahr in die Pilotierung gehen mit einigen Schulen in Niedersachsen», sagte Kultusministerin Julia Willie Hamburg bei einem Bildungskongress der Stiftung Niedersachsenmetall in Hannover.
Es sei wichtig, ein für Schulen freigegebenes Tool zu haben, mit dem Lerninhalte angeboten werden können. In der Pilotphase solle geklärt werden, wie gut das Lernen mit dem Bot funktioniert und wo es Fehler gibt. «Dann ist das Ziel, es irgendwann flächendeckend auszurollen», sagte die Grünen-Politikerin.
Nach Angaben ihres Ministeriums soll der Bot den Datenschutz beachten, auf deutschen Servern laufen und für die Schulen kostenlos sein. Im vergangenen Jahr hatte auch die Kultusministerkonferenz der Länder die Bedeutung des Einsatzes intelligenter Systeme hervorgehoben.
Neben der Nutzung als Lernmittel könne KI auch die Lehrkräfte entlasten, sagte Ministerin Hamburg weiter. So könnten die Lehrerinnen und Lehrer die Technologie zum Beispiel nutzen, um Hausaufgaben und Klausuren zu konzipieren und vorzukorrigieren oder auch um Elternbriefe in einfache Sprache zu übersetzen. «Es ersetzt nicht, dass man selbst drüberguckt», sagte Hamburg. «Aber es ist ein sehr, sehr guter Ideengeber, ein Impulsgeber.»