Trotz des Lehrkräftemangels ist die Zahl der neuen Referendarinnen und Referendare an Niedersachsens Schulen zuletzt deutlich zurückgegangen. Das zeigen Daten der Kultusministerkonferenz. Demnach nahmen im vergangenen Jahr rund 2600 angehende Lehrkräfte den Vorbereitungsdienst auf. Ein Jahr zuvor waren es noch gut 130 mehr, im Jahr 2019 sogar noch rund 700 mehr.
Das Kultusministerium erklärt den Rückgang damit, dass die Studierendenzahlen insgesamt bundesweit sinken. Dieser Trend wirke sich auch auf die Lehramtsstudiengänge aus sowie in der Folge auf die Zahl der Absolventen, die sich für den Vorbereitungsdienst bewerben.
Wie viele Lehrkräfte in spe das Referendariat abbrechen, wird in Niedersachsen nicht systematisch erfasst. Das Ministerium hält den Anteil der Abbrecher basierend auf Angaben aus den Studienseminaren jedoch für äußerst gering. Zwar werde der Vorbereitungsdienst von vielen Betroffenen als eine herausfordernde Zeit wahrgenommen. Jedoch bestehe die Mehrheit die Staatsprüfung erfolgreich und mit guten Noten.