Nach den Verzögerungen bei den schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Politik-Wirtschaft hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg eine bessere Kommunikation mit den Schulen angekündigt. «Wir schauen beispielsweise, ob wir ergänzend eine Art Handyservice zur Verfügung stellen können, damit Schulleitungen nicht immerzu auf die Mails gucken müssen, sondern wir sie zusätzlich aktiv informieren», sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.
Man denke derzeit über einen SMS-Verteiler nach, in dem sich dann mehrere Personen eintragen könnten, die an Schulen beschäftigt seien. «Das ist ein gängiges Kommunikationsmittel. Die regionalen Landesämter sollen künftig zudem mit eingeschaltet werden, um im Notfall unterstützen zu können», sagte die Ministerin. Im Grundsatz sei auf diese Notsituation souverän reagiert worden, betonte Hamburg. Man wolle aber die technischen Voraussetzung verbessern, um die Aufgaben schneller bereitstellen zu können.
Nach einem Einbruch in eine Schule in Goslar waren die schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Politik-Wirtschaft vor zwei Wochen landesweit unterbrochen worden. Unbekannte hatten einen Tresor aufgebrochen, danach lagen die Abiprüfungen verteilt auf dem Schulhof. Das Ministerium forderte betroffene Schulen auf, die Aufgaben nicht auszuteilen oder einzusammeln, weil die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben theoretisch hätten einsehen können.