Niedersachsen bekommt zum neuen Schuljahr, das am Donnerstag beginnt, ein neues Schulfach: Schrittweise werden die bisher getrennten Fächer Evangelische Religion und Katholische Religion zum Fach Christliche Religion zusammengeführt. Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) sieht darin eine wegweisende Entwicklung.
Warum werden die Fächer zusammengelegt?
Der Vorschlag kam von den Kirchen selbst – auch, weil die Fortführung des Religionsunterrichts ansonsten insgesamt gefährdet sein könnte, weil es immer weniger getaufte Schülerinnen und Schüler gibt.
Das Kultusministerium nahm den Wunsch, auf das Verbindende zu schauen, gerne auf, denn Ministerin Hamburg sieht darin auch eine Signalwirkung über das einzelne Fach hinaus. «Der Ausgangspunkt ist, zu sagen, es gibt die christliche Religion und dann gibt es für Katholiken und Protestanten bestimmte Ausprägungen. Diese Reibung, aber auch das Gemeinsame zu sehen, ist der Hintergrund für die neue Ausrichtung des Religionsunterrichts», sagte sie.