Ein pauschales Handyverbot kommt nicht, aber: Die Schulen in Niedersachsen und Hamburg werden aufgefordert, binnen eines Jahres verbindliche Regeln zur Nutzung von Smartphones und Smartwatches festzulegen – im Dialog mit den Eltern und Schülern.
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg wirbt dabei für einen insbesondere an den Grundschulen restriktiven Kurs. «Kein Kind braucht in der Grundschule ein Handy», sagte die Grünen-Politikerin. Die Empfehlung laute dezidiert, keine Handys in der Grundschule zu erlauben.
Mögliche Ausnahmen können sich die beiden Länder etwa für Smartwatches im Flugmodus vorstellen. An den weiterführenden Schulen bräuchten die Kinder und Jugendlichen zudem Möglichkeiten, um sich in einem geschützten Rahmen mit den digitalen Geräten ausprobieren zu können, hieß es.
Helfen sollen dabei etwa ein optionaler Smartphone-Führerschein für die Jahrgänge 6 und 7 sowie Social-Media-Sprechstunden an den Schulen. Die Lehrkräfte erhalten dafür Vorschläge, wie sie Unterrichtseinheiten zu Themen wie Algorithmen, Fake News und Cybermobbing gestalten können.