Den Unterrichtsbeginn selbst festlegen - das können ab dem neuen Schuljahr noch mehr Schüler einer Göttinger Schule. Nach einem aus Sicht der Einrichtung erfolgreichem Test im vergangenen Jahr wird die Gleitzeitregelung vom 11. auf den 12. Jahrgang ausgeweitet, wie die berufsbildende Arnoldi-Schule mitteilte. Landesweit ist sie nach Angaben des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung nur eine von zwei Schulen, die so ein Modell anbietet.
«Die Jugendlichen melden zurück, dass sie die neuen Freiheiten schätzen. Sie fühlen sich motivierter, kommen lieber zur Schule und organisieren sich besser», berichtete Lehrer Michael Mahl-Kipshagen. Er ist für das Projekt zuständig. Nach der Berufsbildenden Schule in Rinteln hat seine Schule als zweite in Niedersachsen das sogenannte Cool-flex-Modell eingeführt. Einige weitere Schulen haben noch ähnliche Modelle, etwa Betreuungsangebote am Morgen.
In Göttingen bedeutet «Cool-flex», dass die ersten und teilweise letzten ein bis zwei Stunden im Stundenplan «Cool-Stunden» sind. Welche dieser Stunden die Schülerinnen und Schüler besuchen, ist ihnen selbst überlassen - je nach Jahrgang und Fächerkombination ist der Besuch von vier bis sechs dieser Stunden aber Pflicht. Unter Aufsicht von Lehrkräften bearbeiten die Schüler in dieser Zeit Aufgaben in den Fächern Deutsch, Englisch oder Mathematik.