Zum Internationalen Tag der Pflegenden an diesem Sonntag (12. Mai) hat der Niedersächsische Pflegerat erneut eine angemessene Personalausstattung und höhere Gehälter für Fachkräfte gefordert. Notwendig sei eine Einstiegsvergütung von 4000 Euro sowie eine differenzierte Vergütung bei Zusatzqualifikationen, teilte das Gremium mit. Es erinnerte die rot-grüne Landesregierung daran, zu ihrem Koalitionsvertrag zu stehen und den Pflegerat zu unterstützen. In allen Gremien, die direkt oder indirekt mit Pflege zu tun hätten, müsse die Stimme der Pflegenden Gehör finden. Notwendig seien auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine Modernisierung der Weiterbildung und die Schaffung von Studienplätzen vor allem für Pflegepädagogik und erweiterte Pflegepraxis.
«Unsere Pflegekräfte sind hochprofessionell und sehr gut ausgebildet», sagte Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, der dpa. Ihre in der Weiterbildung erworbenen Kompetenzen, etwa in der Wundversorgung oder Palliativpflege, müssten besser genutzt werden. Dies könne etwa Ärztinnen und Ärzte entlasten. «Als Diakonie fordern wir deshalb auch eine Stärkung der interprofessionellen Zusammenarbeit», betonte Lenke.