Der Chef der Industriegewerkschaft Metall Küste, Daniel Friedrich, spricht sich für einen Zusammenschluss im deutschen Marineschiffbau aus. «Unser Ziel muss sein, dass wir einen nationalen Champion haben, der so stark ist, dass er selbst in Europa integrieren kann und nicht integriert wird», sagte Friedrich der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die Wertschöpfung solle in Norddeutschland bleiben.
Bezirksleiter Friedrich sagte, er warne vor Gedankenspielen über einen Einstieg italienischer und französischer Unternehmen in dem deutschen Sektor. «Weil die Erfahrung ist, dass relativ schnell alles auf einmal in Italien oder Frankreich ist.». Zu bedeutenden Marineunternehmen im EU-Ausland gehören Fincantieri (Italien) und die staatlich kontrollierte Naval Group (Frankreich).
Wichtige Marinefirmen in Deutschland sind die Thyssenkrupp-Tochter Marine Systems aus Kiel, die Werften-Gruppe Lürssen aus Bremen und German Naval Yards aus Kiel. Friedrich spricht sich dafür aus, dass der Bund an einem konsolidierten Unternehmen mit mindestens 25,1 Prozent beteiligt wäre.