Frauen in Niedersachsen bekommen bei gleicher Arbeit weiter weniger Geld als Männer. Im Durchschnitt verdienen Frauen bei gleicher Qualifizierung unverändert fünf Prozent weniger, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen für das zu Ende gehende Jahr mitteilte. Das entspricht bei einem Durchschnittslohn 1,35 Euro pro Stunde.
Der sogenannte bereinigte Gender Pay Gap berücksichtigt dabei allerdings keine Pausen im beruflichen Arbeitsleben, etwa durch Schwangerschaft oder die häufig von Frauen geleistete Pflege von Kindern und Angehörigen. Die Berechnung der Lohnlücke basiert den Angaben nach auf den Erhebungen des repräsentativen Monats April.
Beim allgemeinen Vergleich der Durchschnittsgehälter - also ohne Berücksichtigung der Tätigkeit - geht die Schere noch weiter auseinander. Nach dem sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap verdienen Männer 16 Prozent mehr als Frauen. Das sind durchschnittlich 4,10 Euro pro Stunde. Der Unterschied liegt damit einen Prozentpunkt höher als 2024, aber weiter im Bereich der Vorjahre. Die unbereinigte Lohnlücke spiegelt laut dem Statistikamt «auch strukturelle Unterschiede und Zugangshürden von Frauen auf dem Arbeitsmarkt wider».