Im Nordwesten gehen immer mehr Flüchtlinge aus der Ukraine einer Arbeit nach. Im November waren in Niedersachsen und Bremen 33.600 Ukrainerinnen und Ukrainer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit auf dpa-Anfrage mit. Das waren fast 8.300 mehr als vor einem Jahr, so die Behörde anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf das Nachbarland am 24. Februar.
Hinzu kamen den Angaben zufolge 5.800 Minijobber. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 habe sich die Zahl der Beschäftigten mit ukrainischer Staatsbürgerschaft in Bremen und Niedersachsen mehr als versechsfacht. Arbeitslos gemeldet waren im Januar 2026 in beiden Bundesländern zusammen rund 22.300 Ukrainerinnen und Ukrainer. Die Mehrheit ist damit in Arbeit.
«Wir sind inzwischen gut unterwegs bei der Integration ukrainischer Geflüchteter», sagte Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit. Dabei helfe auch «der enge Draht in die ukrainische Community. Deshalb haben wir unsere Netzwerkarbeit sehr verstärkt.»