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Unwetter verursachen rund 65 Millionen Euro Autoschäden in Niedersachsen und Bremen

Die Gefahr von Unwetterschäden an Autos nimmt stetig zu. (Archivbild) / Foto: Lino Mirgeler/dpa
Die Gefahr von Unwetterschäden an Autos nimmt stetig zu. (Archivbild) / Foto: Lino Mirgeler/dpa

Unwetter verursachten in Niedersachsen und Bremen rund 65 Millionen Euro Kfz-Schäden. Niedersachsen trug 64 Mio. Euro, 20.500 Fahrzeuge wurden beschädigt.

Unwetter haben im vergangenen Jahr in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen Schäden an Autos in Höhe von rund 65 Millionen Euro verursacht. Davon entfielen allein auf Niedersachsen 64 Millionen Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte.

In Niedersachsen wurden demnach rund 20.500 Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahr 2024 war an 15.000 Autos ein Schaden von gut 44 Millionen Euro entstanden. Im Schnitt zahlten die Versicherungsgesellschaften für jeden Schaden in Niedersachsen rund 3.100 Euro, etwa 200 Euro mehr als im Jahr zuvor. Niedersachsen gehört mit Nordrhein-Westfalen zu den Bundesländern, in denen die Zahl der durch Sturm, Hagel und Blitz beschädigten Wagen im vergangenen Jahr zugenommen hat.

Bundesweit weniger Schäden

In Bremen kamen die Versicherer im Jahr 2025 für Schäden von rund einer Million Euro an 500 Autos auf. Das entspreche dem Vorjahr, hieß es. Die Durchschnittssumme, die die Gesellschaften pro Auto zahlten, lag dem GDV zufolge bei rund 3.000 Euro.

Bundesweit gingen die Schäden durch Naturgewalten laut GDV im vergangenen Jahr deutlich zurück. Insgesamt zahlten die Versicherer rund 650 Millionen Euro an ihre Kunden aus. Im Jahr 2024 mussten die Versicherer rund 1,2 Milliarden Euro aufwenden. Die bundesweiten Zahlen enthalten allerdings auch Schäden durch Überschwemmungen.

Risikofaktoren nehmen zu

Grund für den Rückgang sei ein vergleichsweise milder Witterungsverlauf gewesen, hieß es. Aber: Ein einziges schweres Unwetter in einer Region könne die Schadenbilanz schnell drehen. Langfristig gesehen nähmen Naturgefahren zu und es gebe einen Trend zu heftigeren Wetterereignissen. Auch die Zahl der Fahrzeuge steige und die Bebauung werde dichter, was die Gefahr von Schäden vergrößere.

Die Statistik erhebt nur versicherte Schäden - also von Autos mit Teil- oder Vollkaskoversicherung. Diese ist nicht verpflichtend, weswegen längst nicht alle Autos damit versichert sind. Die insgesamt entstandenen Schäden dürften daher ein gutes Stück höher sein. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auch in dieser Zahl ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zeigt.

Schäden am eigenen Fahrzeug durch Sturm, Hagel, Blitz oder Überschwemmung übernimmt die Teil- oder Vollkaskoversicherung. Sie wirken sich nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt aus. Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, muss die Reparaturkosten selbst tragen.

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