Nach einer Woche Werftarbeiten an der Kaje ist das Hamburger Museumsschiff «Cap San Diego» in Bremerhaven ins Dock gewechselt. Dort soll unter anderem das Unterwasserschiff vom Muschelbewuchs gereinigt und neu angestrichen werden, wie Geschäftsführerin Ann-Kathrin Ruess sagte. Auch der riesige Propeller muss für den Austausch einer wichtigen Dichtung demontiert werden.
Die «Cap San Diego» hatte vor einer Woche von Hamburg kommend zunächst an einer Kaje der Bremerhavener Werft Bredo Dry Docks festgemacht. Dort war mit den ersten Reparatur- und Wartungsarbeiten begonnen worden. So wurden die Masten eingerüstet, damit sie entrostet und neu gestrichen werden können. Das Holzdeck wurde abgenommen, um den Stahl darunter zu entrosten, wie Ruess sagte.
Das größte betriebsfähige Museumsfrachtschiff der Welt bleibt noch bis zum 30. März in der Bremerhavener Werft. Dabei wird es auch umfassend sicherheitstechnisch überprüft. Die sogenannte Klassenerneuerung, eine Art Schiffs-TÜV, ist Voraussetzung dafür, dass der Frachter fahrtüchtig bleibt. «Erste Abnahmen sind schon erfolgt», sagte Ruess.
In zwei Wochen geht es für die «Cap San Diego» wieder zurück an den Liegeplatz an der Überseebrücke in Hamburg. Das weiße Schiff ist das letzte erhaltene Schiff einer Serie von sechs Stückgutfrachtern, die 1961/62 für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurden.
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