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LKA in Niedersachsen startet Aufklärungskampagne zu Drohnen

Über Niedersachsen fliegen immer mehr Drohnen – mit einer Kampagne will das Landeskriminalamt auf Risiken und geltende Regeln aufmerksam machen. (Archivbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Über Niedersachsen fliegen immer mehr Drohnen – mit einer Kampagne will das Landeskriminalamt auf Risiken und geltende Regeln aufmerksam machen. (Archivbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Nach 55 Meldungen in diesem Jahr startet das LKA in Niedersachsen eine sechsmonatige Aufklärungskampagne zu Drohnenrisiken und Regeln.

Wegen zahlreicher Drohnensichtungen und möglicher Sicherheitsrisiken startet das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) eine landesweite Aufklärungskampagne. Allein seit Jahresbeginn registrierten die Behörden 55 Meldungen über unbekannte Flugobjekte oder auffällige Lichter am Himmel, wie das LKA mitteilte. Im vergangenen Jahr gab es 435 Meldungen. In einzelnen Fällen sei unklar, ob es sich tatsächlich um Drohnen oder andere Luftfahrzeuge handle; die Ermittlungen liefen.

Gemeinsam mit der Polizeidirektion Niedersachsen und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr will das LKA in sozialen Netzwerken über Regeln, Flugverbotszonen und Gefahren informieren. Drohnen würden sowohl privat als auch professionell immer häufiger genutzt. Mit der größeren Reichweite und Flughöhe moderner Geräte steige das Risiko gefährlicher Situationen – etwa über Menschenansammlungen, bei Veranstaltungen oder nahe kritischer Infrastruktur. 

Der Einsatz von Drohnen erfordere «einen verantwortungsvollen Umgang», sagte LKA-Präsident Thorsten Massinger. «Wer die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt und auf dieser Grundlage umsichtig handelt, leistet einen sinnvollen Beitrag für ein besseres Miteinander.» Die Kampagne richtet sich vor allem an private und nebenberufliche Nutzer und soll über sechs Monate laufen.

Minister informieren sich über Drohnenforschung

Unterdessen wollten sich Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens und Wissenschaftsminister Falko Mohrs (beide SPD) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig über aktuelle Drohnenforschung informieren. Dort wird unter anderem daran gearbeitet, unkooperative Luftfahrzeuge zu erkennen, zu bewerten und in geschützten Testumgebungen zu erproben.

Braunschweig ist mit mehr als 1.250 Beschäftigten der drittgrößte Standort des Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Im vergangenen Oktober hatte das DLR dort einen riesigen Drohnenkäfig für sichere Flugversuche vorgestellt.

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