Nach der Einigung auf einen Stellenabbau beim Bus- und Lastwagenhersteller MAN fordert die IG Metall weitere Gespräche für den Standort Salzgitter. Das in München erzielte Eckpunktepapier gelte bisher nicht für den Standort Salzgitter, weil dort über Produkte und Investitionen noch keine Einigung erzielt werden konnte, teilte die Gewerkschaft mit.
MAN hatte zuvor angekündigt, in Salzgitter 600 Stellen abzubauen. Anders als in München und Nürnberg gibt es hierzu laut IG Metall bisher aber keine Einigung. Vor diesem Hintergrund halte die IG Metall an ihrer Einladung zu Verhandlungen am 29. Januar 2026 in Salzgitter fest. Das Treffen müsse der ernsthafte Einstieg in verbindliche Vereinbarungen sein – nicht ein weiterer Termin ohne Konsequenz.
«Ohne eine verlässliche Zusage über das Jahr 2030 hinaus gibt es keinen Abschluss – und wir werden den Verhandlungstisch nicht verlassen, bevor diese Frage beantwortet ist», sagte Markus Hulm, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine, laut Mitteilung. «Eine Vereinbarung ohne Standortgarantie wäre nichts anderes als ein Vertrag über Unsicherheit. Das werden wir nicht mittragen.»
Einigung für München und Nürnberg
Eine Einigung gibt es nach Angaben der IG Metall dagegen für die bayerischen Standorte. Betroffen vom Abbau sind der Hauptstandort München mit 1.300 wegfallenden Jobs und Nürnberg mit 400. Im Gegenzug will das zu Volkswagen gehörende Unternehmen will bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro in deutsche Standorte zu investieren. Zudem wurde eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2035 vereinbart. Betriebsbedingte Kündigungen werden ausgeschlossen.
MAN hatte im November angekündigt, über zehn Jahre hinweg 2.300 Jobs abbauen zu wollen. Schon damals hatte das Unternehmen Beschäftigungssicherung und den Erhalt der Produktionsstandorte in Deutschland angeboten und angekündigt, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu wollen.
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