Laut Bahnchefin Evelyn Palla fährt rund zwei Drittel des Fernverkehrs der Deutschen Bahn im Norden Deutschlands nach den massiven Ausfällen und Verspätungen wieder stabil, deutschlandweit seien es laut Bahn etwa 75 Prozent. «Unsere Züge rollen wieder. Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar», sagte Palla bei einem Pressetermin am Hauptbahnhof in Hannover.
Durch den Wintersturm «Elli» sind seit dem Freitag zahlreiche Züge ausgefallen oder haben sich massiv verspätet. In Norddeutschland wurde der Fernverkehr zeitweise komplett eingestellt. Reisende kamen unter anderem in 15 deutschlandweit verteilten abgestellten Zügen unter.
«Die Lage in den letzten Tagen war sehr dynamisch. Insbesondere weitreichende Schneeverwehungen haben uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und Strecken, die eigentlich schon frei waren, waren dann doch nicht passierbar», so Palla. Auf freier Strecke sei kein Zug stehen geblieben.
Einschränkungen bleiben
Trotzdem müssen Reisende weiter mit Einschränkungen rechnen. So fällt unter anderem der Fernverkehr auf den Verbindungen Norddeich/Emden – Hannover/Nordrhein-Westfalen und Westerland – Hamburg aus. Auf den Verbindungen zwischen Hannover und Frankfurt/Würzburg, Wolfsburg – Berlin und Köln – Frankfurt wurde laut Bahn aus Sicherheitsgründen die Höchstgeschwindigkeit gesenkt, was zu Verspätungen führt. Fahrgäste sollten vor Fahrtbeginn prüfen, ob es Verspätungen und Ausfälle gibt.
Für den Start der neuen Woche rechnet die Bahn nicht mit so weitreichenden Auswirkungen wie in den vergangenen Tagen. Durch Schnee, Kälte und Eis kann es jedoch auch am Montag zu Einschränkungen kommen.
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