An den Stränden mehrerer ostfriesischer Inseln sind weiße Klumpen angespült worden. Auf Bildern waren die Brocken am Strand von Norderney zu sehen. Am Mittwoch hatte es Berichte über ähnliche Funde auf Borkum und Juist gegeben.
Auf Borkum sei auf einer Länge von etwa 20 Kilometern eine unbestimmte Menge des Stoffes gemeldet worden, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Die Behörde geht davon aus, dass es sich um Paraffin handelt. Die Säuberungsarbeiten seien im Gange.
Auch auf Juist wurden den Angaben zufolge im westlichen Strandabschnitt solche Brocken festgestellt. Eine Gefährdung für Strandbesucher bestehe nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Die Wasserschutzpolizei Emden ermittele. Mitarbeiter des niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hatten das angespülte Paraffin gemeldet.
Wachsartige Substanz
In den vergangenen Jahren gab es an der niedersächsischen Nordseeküste immer wieder Anspülungen solcher Klumpen - allerdings handelte es sich nicht in allen Fällen um Paraffine.
Paraffin ist eine nicht giftige wachsartige Substanz - ein Erdölprodukt, das unter anderem zur Herstellung von Kerzen oder Cremes verwendet wird. Paraffine können etwa aus Tankern auf See stammen: Öl- und Chemikalienreste von Schiffen werden teils auf der Nordsee entsorgt, indem etwa Rückstände aus Schiffstanks gewaschen werden.
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