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Bremer Stürmer-Suche geht weiter

Werder-Trainer Horst Steffen.  / Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Werder-Trainer Horst Steffen. / Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Werder sucht mal wieder einen Stürmer. Doch ein neuer Torjäger ist (noch) nicht in Sicht. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Mann im Tor.

Es erinnert vieles an den vergangenen Sommer bei Werder Bremen. Wer wird der neue Stürmer an der Weser? Und vor allem: Wann kommt der große Hoffnungsträger endlich? Vor einem halben Jahr mussten die Anhänger der Grün-Weißen bis zum letzten Tag der Transferperiode warten, ehe die Verantwortlichen überraschend Victor Boniface als Leihspieler präsentierten.

Doch weil sich der verletzungsanfällige und nicht fitte Nigerianer im Dienst von Bayer Leverkusen als Flop entpuppte und wegen Knieproblemen sehr wahrscheinlich nie wieder das grün-weiße Trikot tragen wird, sind die Bremer Verantwortlichen erneut auf der Suche nach einem Angreifer - und tun sich dabei ein weiteres Mal schwer.

Schwierige Suche

«Es ist klar, dass wir etwas machen wollen, und daran arbeiten wir», sagte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz. Doch da die finanziellen Mittel beschränkt sind, gestaltet sich der angestrebte Transfer schwierig. «Der Wunsch ist immer, dass es jemand ist, der sofort funktioniert, aber für den legt man wahrscheinlich 15 bis 20 Millionen auf den Tisch. Das ist die Kehrseite», sagte Fritz. Zudem ist der Transfermarkt im Winter noch einmal komplizierter als im Sommer.

Und so läuft wie bereits bei den meisten Transfers vor der Saison vieles auf eine Leihe hinaus. Doch auch das ist kein Selbstläufer, wie der Fall Damion Downs zeigt. Der US-Nationalspieler entschied sich für den Nordrivalen Hamburger SV. Fritz und Fußball-Chef Peter Niemeyer müssen also weiter suchen.

Steffen plant mit derzeitigem Kader

Und so steht Trainer Horst Steffen im ersten Spiel des neuen Jahres gegen die TSG 1899 Hoffenheim nur jener Kader zur Verfügung, der gegen Ende 2025 fünf Spiele nacheinander sieglos blieb. «Solange kein Neuzugang da ist, gehe ich davon aus, dass wir die drei Spiele mit dem aktuellen Kader bestreiten», sagte Steffen mit Blick auf die Partien in der Englischen Woche gegen Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky), bei Borussia Dortmund am Dienstag und gegen Eintracht Frankfurt am darauffolgenden Freitag.

Dass Steffen mit der Entwicklung nicht glücklich ist, liegt auf der Hand. In der Öffentlichkeit jetzt lautstark Forderungen zu stellen, ist aber nicht das Ding des aus Elversberg gekommenen Trainers. «Das wird nicht passieren. Weil ich hinter dem stehe, was wir machen. Ich bin Angestellter des Vereins. Das ist nicht mein Arbeitsbereich. Das steht mir nicht zu», sagte Steffen. «Grundsätzlich bin ich immer dankbar für Verstärkungen. Wenn es keine von extern gibt, versuchen wir weiter, die Spieler, die hier sind, besser zu machen.»

Hoffen auf Backhaus

Während die Offensive also eine große Baustelle in Bremen bleibt, hofft Steffen gegen die Kraichgauer noch auf den Einsatz von Torwart Mio Backhaus. Der Torhüter hatte sich im Training bei einem Zusammenprall am Auge verletzt, soll aber rechtzeitig fit werden. «Es ist eine Frage des Sichtfelds. Wenn das Auge frei ist, dann hat er gute Möglichkeiten zu spielen. Wenn er bei der Sicht eingeschränkt ist, dann braucht es keinen Härtetest mehr. Wir sind aber zuversichtlich, dass es geht», sagte Steffen.

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