In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr weniger Kinder in Obhut genommen worden als zuvor. Vor allem bei 16- und 17-Jährigen gab es einen deutlichen Rückgang, wie das Statistische Landesamt Niedersachsen mitteilte. Gleichzeitig nahm demnach die Zahl der überforderten Eltern zu.
Die Zahlen zeigen, dass der Rückgang vor allem daran lag, dass deutlich weniger unbegleitete Minderjährige aus dem Ausland einreisten. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kinder, die wegen überforderten Eltern in Obhut genommen wurden. Deutliche Anstiege bei den Inobhutnahmen gab es bei Kindern zwischen 9 und 13 Jahren.
Inobhutnahmen sollen Kinder vor Gefahren schützen
Inobhutnahmen werden von Jugendämtern unter anderem dann durchgeführt, wenn eine akute Gefahr für Kinder und Jugendliche besteht oder auch bei unbegleiteten Einreisen Minderjähriger.
Konkret wurden 5.020 Kinder in Obhut genommen - 184 weniger als ein Jahr zuvor. In rund zwei von fünf Fällen lag das den Angaben nach an überforderten Eltern. In zusätzlich einem von fünf Fällen waren Anzeichen für Vernachlässigung der Grund. Die meisten Fälle meldeten die Jugendämter oder soziale Dienste selbst. Anzeigen durch die Polizei oder die Kinder selbst nahmen aber zu.
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