Das Deichbrand-Festival endet mit dem umstrittenen Auftritt des Headliners Macklemore. Der US-Rapper soll am Abend (22.30 Uhr) auf der Bühne stehen, kündigten die Veranstalter des Festivals an. Das Konzert hat im Vorfeld bundesweit für Kritik und Empörung gesorgt.
Experten sollen Auftritt beobachten
Der Rapper aus Seattle, der mit bürgerlichem Namen Benjamin Haggerty heißt, positioniert sich immer wieder politisch. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er den propalästinensischen Song «Hind's Hall», dieses Jahr das Lied «Fucked up». In den Liedern wirft der Rapper Israel Genozid vor, verschweigt den Terror der Hamas und stellt in einem dazugehörigen Video Bilder von einem Jungen aus dem Warschauer Ghetto und einem aus dem Gazastreifen gegenüber.
Der Zentralrat der Juden wirft dem US-Rapper Antisemitismus vor und warnt vor einem Besuch des Festivals. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hält es für «unerträglich», dass dem Rapper eine Bühne geboten werde.
Die Organisatoren des Festivals reagierten mit Schulungen, einem Konzept gegen Antisemitismus und einem Statement gegen jede Form von Gewalt. Außerdem soll eine Expertengruppe den Auftritt von Macklemore begleiten.