Die Menschen in der Region Hannover können sich laut Kriminalstatistik 2025 der Polizei wieder sicherer fühlen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der registrierten Straftaten auf 103.478 nach 110.575 im Jahr 2024 gesunken - das sei der zweitniedrigste Stand der vergangenen zehn Jahre, teilte die Behörde mit. Die Aufklärungsquote liegt demnach mit 61,14 Prozent minimal über dem Niveau des Vorjahres von 61,11 Prozent. Erstmals gab es weniger Fälle häuslicher Gewalt, und auch bei der Gewaltkriminalität und bei Messerangriffen verzeichnete die Polizei Rückgänge.
Auch die Zahl der Tatverdächtigen sank: 2025 registrierte die Polizei insgesamt
41.388 Tatverdächtige - ein Jahr zuvor waren es noch 43.830. Rund 75
Prozent der Tatverdächtigen waren männlich, etwa 81 Prozent von ihnen waren zum Tatzeitpunkt 21 Jahre oder älter. 57 Prozent der Verdächtigen hatten die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Zahl der Opfer stieg allerdings leicht von 27.749 auf 27.935. Insgesamt zeigte die Statistik «eine positive Entwicklung für die Landeshauptstadt und die Region Hannover», sagte Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten.
Messerangriffe auf hohem Niveau
Bei der Gewaltkriminalität gab es 2025 einen Rückgang um etwa 7 Prozent
auf 4.681 Fälle. «Auffällig ist, dass Gewaltdelikte weiterhin überwiegend Männer betreffen; sowohl als Tatverdächtige als auch als Opfer», sagte von der Osten. 39 Fälle von Straftaten gegen das Leben wurden registriert, während es 2024 noch 54 Fälle waren. Darunter waren ein vollendeter und fünf versuchte Morde sowie 23 versuchte Totschlagsdelikte.
Die Zahl der Messerangriffe sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 794, 2024 waren es 815. «Auch wenn die Zahl der Messerangriffe rückläufig ist, bleibt die Lage auf hohem Niveau», meinte die Polizeipräsidentin. Registriert wurden auch 6.631 Fälle sogenannter häuslicher Gewalt, während es 2024 noch 6.814 waren.
Weniger Kinder und Jugendliche unter Verdächtigen
Bei den Tatverdächtigen im Kindesalter wurden 2025 insgesamt 1.682 registriert - 278 weniger als 2024. Die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen sank ebenfalls auf 3.340. Ein Jahr zuvor waren es 3.703. Das sei erfreulich, sagte von der Osten. Sie sagte auch: «Gleichzeitig erleben wir in der öffentlichen Debatte aber häufig den Eindruck, Jugendkriminalität nehme zu und beeinträchtige das Sicherheitsgefühl.» Die Polizei nehme die Sorgen ernst.
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