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Hackerangriff auf Rezeptprüfer - Gesundheitsdaten in Gefahr?

Hacker haben einen Verein aus dem Gesundheitswesen attackiert. (Symbolbild)  / Foto: Philip Dulian/dpa
Hacker haben einen Verein aus dem Gesundheitswesen attackiert. (Symbolbild) / Foto: Philip Dulian/dpa

Gesundheitsdaten, Adressen, Abrechnungen: Bei einem Hackerangriff auf Rezeptprüfer in Hannover könnten mehr als 70.000 sensible Patienten-Datensätze erbeutet worden sein.

Kriminelle Hacker haben in Hannover einen Verein angegriffen, der Kassenrezepte prüft. Anfang Mai seien Hinweise auf einen Cyberangriff auf den Server des Vereins entdeckt worden, bestätigte der Verein «Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen» (Arwini) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die «Hannoversche Allgemeine» (HAZ) und der NDR darüber berichtet.

Träger des Vereins sind unter anderem die AOK, weitere Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. Arwini prüft Rezepte, die Ärzte für gesetzlich Versicherte in Niedersachsen ausstellen, auf Wirtschaftlichkeit.

«Nach derzeitigen Erkenntnissen ist es wahrscheinlich, dass personenbezogene und auch besonders schützenswerte Daten betroffen sind», hieß es in der Mitteilung. Potenziell betroffen sein könnten Kontakt- und Gesundheitsdaten sowie Abrechnungsinformationen von Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Derzeit lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, in welchem Umfang Daten tatsächlich abgeflossen sind, hieß es. Die Untersuchungen dauerten an. 

Nach Recherchen von HAZ und NDR könnten mehr als 70.000 Datensätze erbeutet worden sein. Arwini empfiehlt möglichen Betroffenen, besonders aufmerksam bei Kontaktaufnahmen zu sein und keine verdächtigen E-Mails oder Anhänge zu öffnen.

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