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Lachgas-Vergiftungen - weniger Beratungsanrufe im Norden

Beim Giftinformationszentrums Nord sind im vergangenen Jahr 33 Mal Menschen wegen der missbräuchlichen Inhalation von Lachgas beraten worden. (Symbolbild) / Foto: Annette Riedl/dpa
Beim Giftinformationszentrums Nord sind im vergangenen Jahr 33 Mal Menschen wegen der missbräuchlichen Inhalation von Lachgas beraten worden. (Symbolbild) / Foto: Annette Riedl/dpa

Das oft leicht zugängliche Lachgas ist zur riskanten Freizeitdroge geworden und wird laut Giftinformationszentrum Nord immer wieder missbraucht. In einer Altersgruppe könnte der Konsum aber sinken.

Zum Beispiel über Luftballons eingeatmet kursiert Lachgas immer wieder als euphorisierende Partydroge bei Jugendlichen - mit teils hohen Gesundheitsrisiken. Dabei ist die Zahl der Beratungen wegen Lachgasvergiftungen beim Giftinformationszentrum-Nord 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 15 auf insgesamt 33 gesunken, sagte ein Sprecher des Zentrums der Deutschen Presse-Agentur.

2024 hatte die missbräuchliche Inhalation des Stoffes mit 48 Beratungen im Vergleich zu 2023 (19) zu mehr als doppelt so vielen Beratungen beim Giftinformationszentrum Nord geführt. Als Grund für den Rückgang im vergangenen Jahr sieht der Experte unter anderem die Berichterstattung über die Gefahr von Lachgas-Inhalation sowie politische Einschränkungen zum Konsum.

Zahl der Beratungen steigt

Insgesamt wurden laut GIZ-Sprecher 2025 rund 60.000 Mal Bürger, Ärzte oder Rettungskräfte beraten - im Vorjahr waren es noch 51.500 Beratungen. 

Die Einrichtung sprach eine eindringliche Warnung vor dem Missbrauch des bisher legalen Rauschmittels aus, das häufig von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konsumiert wird. In einigen Fällen komme es zu bleibenden Schäden, beispielsweise Lähmungen der Arm- und Beinmuskulatur.

Kinder vergiften sich unter anderem durch Haushaltschemikalien

Vergiftungen bei Kindern werden laut GIZ vor allem durch Haushaltschemikalien und Arzneimittel hervorgerufen. Aber auch der Verzehr von Pilzen, Beeren und Pflanzen führt demnach zu Anrufen bei der Einrichtung. 

Vergiftungen bei Erwachsenen stehen demnach meist im Zusammenhang mit Medikamenten. Das GIZ-Nord an der Universitätsmedizin Göttingen ist für die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zuständig.

Lachgas-Verkauf an Minderjährige seit 2025 in Hamburg verboten

Gerade unter Minderjährigen ist Lachgas in den vergangenen Jahren zur beliebten Partydroge geworden. Das Gas wird für einen kurzen Rausch inhaliert. Seit dem 1. Januar 2025 ist der Verkauf von Lachgas an Minderjährige in Hamburg verboten.

Auch bundesweit wurden gesetzliche Schranken beschlossen: Das deutschlandweite Verbot von Lachgas greift ab dem 12. April. Das geht aus der Verkündung im Bundesgesetzblatt hervor. Untersagt werden dann Erwerb und Besitz für Minderjährige. Generell verboten werden der Online-Handel und der Kauf an Automaten.

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