Der Satellitenhersteller OHB und der Rüstungskonzern Rheinmetall haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Ziel der «OHB Rheinmetall Space Networks GmbH» sei es, der Bundeswehr eine leistungsfähige, geschützte und dauerhaft verfügbare Kommunikationsarchitektur zu liefern, teilten beide Konzerne mit. Das Joint Venture hat seinen Sitz demnach in Bremen.
Das Unternehmen will für ein Satellitenprojekt der Bundeswehr die Gesamtverantwortung von der Entwicklung und Integration über die Lieferung bis hin zum Betrieb, einschließlich IT-Sicherheit und Cyber Operation Center übernehmen, hieß es. Das System soll Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen vernetzen und Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen sicher übertragen.
Die neue Kooperation belege, dass Bremen sich immer weiter zur Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung entwickele, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte zur Eintragung ins Bremer Handelsregister. Die Entscheidung stärke die Rolle der Stadt als Technologiestandort im Nordwesten. Sie schaffe neue und sichere viele hundert Arbeitsplätze an der Weser, sagte der SPD-Politiker.